Chronologie

Soziale Aktion

In jedem Jahr führen wir unsere soziale Aktion "Schwester Maria" durch. Unsere Schulkinder erleben, wie ihre Eltern und Lehrerinnen, sie selbst und viele Andere sich einsetzen für Projekte der Schwester Maria in Kairo. Wir unterstützen damit den HILFSFONDS "SCHWESTER MARIA - Kairo e.V..


Der HILFSFONDS SR. MARIA – KAIRO GEM. E. V.

entstand als eine private und ökumenische Initiative von Mitgliedern der evangelischen und katholischen deutschsprachigen Gemeinde in Kairo im Jahre 1969. Seit 1972 wird der Hilfsfonds als gemeinnütziger Verein anerkannt.

Nähschulen waren die Grundlage und Ausgangsform der Arbeit. Angestrebt waren Programme der Selbsthilfe für unterprivilegierte Mädchen und Frauen in Slums von Kairo. Mehr als 1000 Mädchen und junge Frauen wurden zu Schneiderinnen oder Näherinnen ausgebildet.

Neben der Nähschularbeit entwickelten sich kurz- oder mittelfristige Projekte wie Werkstätten, Arzt- und Sozialstationen, ein Gesundheitszentrum am Roten Meer, Kindergärten, Schulen, Alphabetisierungsprogramme, eine Tagesstätte für behinderte Jugendliche und Projekte im Bereich der Erwachsenenbildung.


HILFSFONDS SCHWESTER MARIA - Kairo e.V.
Hubertusweg 1 • 57548 Kirchen I Sieg • 11 02741- 60252 •
KONTO: 156888000 Commerzbank Köln BLZ 37040044

Die letzten Neuigkeiten aus Kairo:

Liebe Freunde und Mitglieder des Hilfsfonds Sr. Maria.

Ich habe ihnen schon im Osterbrief über Neuigkeiten aus Kairo berichtet. Wie Sie sich sicherlich noch erinnern hatten wir von dramatischen gesundheitlichen Problemen unserer Schutzbefohlenen zu berichten. Zuerst die Gute Nachricht: allen Menschen konnte dank Ihrer und Gottes Hilfe schnell geholfen werden, so dass wir noch einmal von schweren Auswirkungen verschont geblieben sind. Wir alle aber haben gesehen wie schnell unvorhergesehen Ereignisse eine wohlüberlegte Planung umstoßen können. Sr. Maria wird im nächsten Jahr 80 Jahre alt und ist in diesem Jahr deutlich über ihre Kräfte aktiv gewesen. Aus diesem Grund waren mein Bruder Dr. Christoph Unkrig und ich, Dr. Stephan Unkrig (die Söhne von Pfr. Johannes Unkrig und Gründungsmitglieder des Hilfsfonds Sr. Maria) im November diesen Jahres in Kairo und haben eine Woche intensive Gespräche mit Sr. Maria, den Kooperativenmitgliedern und in der Schule geführt. Sr. Maria hat sich in Ras Sudr im Gesundheitszentrum der Kooperative recht gut erholt. Wir schauen gemeinsam mit ihr zuversichtlich in die Zukunft.

Zuerst möchte ich Ihnen kurz über die aktuelle Situation in Kairo berichten:
Die Besiedlung der Stadt schreitet immer weiterer voran. Wo vor 25 Jahren nur Wüste war gibt es heute durchgehend 5 - 8 stöckige Bebauung. Durch Ihre Hilfe konnten wir den Lebensraum der "Müllmenschen" in Moytamadea sichern und ihnen eine Lebensperspektive bieten. Viele Menschen haben wir begleitet, haben sie aufwachsen sehen, haben Freude und Leid mit Ihnen geteilt. Wir haben uns immer stark bemüht, dass die Ausbildung, die wir den Menschen von Moytamadea ermöglichen auch wieder der Kooperative zu Gute kommt. So sind heute schon ehemalige Schüler und Schülerinnen als Lehrer tätig. Dies ist umso erfreulicher, da einer unserer Grundsätze "Hilfe zur Selbsthilfe" bewiesenermaßen Früchte trägt.
Dieses Prinzip wollen wir in der Zukunft weiter verstärken und die Menschen der Kooperative immer mehr bestärken an der Entwicklung der Projekte aktiv und verantwortlich mitzuarbeiten.

Zur Situation an der Schule ist folgendes zu sagen:
Das Schuljahr hat im September mit 351 Schülern begonnen. Wir haben jedoch 10 mal mehr Anfragen als wir Kinder aufnehmen können. Wie Sie sicherlich leicht nachvollziehen können, fällt die Auswahl der neuen Schüler sehr schwer. Hätten Sie einmal in die enttäuschten Augen der abgelehnten Kinder und deren Eltern und Großeltern gesehen, so könnten Sie noch besser verstehen was ich meine. Denn nicht die Kinder tragen die Schuld an derAblehnung, sondern die Tatsache, dass wir aus Platzgründen nicht mehr Kinder aufnehmen dürfen.

Wir haben mit den Verantwortlichen vor Ort begonnen die vorrangigsten Probleme aufzunehmen, um dann gemeinsam Lösungen zu erarbeiten. Wir stellen Ihnen heute noch zwei weitere Probleme vor.
Die Gesundheit der Menschen an der Schule und in der Müllstadt, sind durch die Umweltproblematik (Luft-und Wasserverschmutzung) und die häufige Mangelernährung stark belastet. Wir müssen dringend die ärztliche Versorgung der Menschen verbessern. Hier ist vor allem die gesundheitliche Aufklärung, die regelmäßige Untersuchung und die Versorgung mit Vitaminen und die Darmparasitenbekämpfung wichtig. Wir bemühen uns darum wieder einen Arzt zu finden, der diese Aufgaben übernimmt. Leider hatten wir in der jüngeren Vergangenheit nicht genug Geld, um diese wichtige Versorgung zu gewährleisten.

Auch die Hygiene ist nach wie vor ein großes Problem, denn wer neben dem Müll lebt ist allein durch diesen Umstand stärker gefährdet. Hier müssen wir in der Schule Vorbild sein. Nach nunmehr fast 25 Jahren seit Projektbeginn in der Müllstadt in Moytamadea, sind Renovierungsarbeiten dringend notwendig. Die Toiletten der Schule müssen von Grund auf saniert werden. Der Schule fehlen die Mittel, dies aus eigener Kraft zu schaffen.

Die Schulerweiterung scheint nun nach Jahren, der fast aussichtslos scheinenden Situation (wir berichteten) doch möglich zu sein.
Zur Zeit ergibt sich der glückliche Umstand, dass wir nach langjähriger Überzeugungsarbeit, das einzig freie Nachbargrundstück kaufen könnten. Hierdurch könnten wir unseren Schulhof erweitern und damit die Genehmigung erhalten 4 weitere Klassen zu eröffnen. Stellen Sie sich die glücklichen Kinder vor, die dann hier lernen, und sich so eine Zukunft sichern könnten.
Sie sehen wir haben in den nächsten Jahren noch viel Wichtiges zu tun. Auch wenn manches unmöglich erscheint, mit Ihrer und Gottes Hilfe und den wunderbaren Menschen in Kairo, werden wir es irgendwann schaffen diese Welt ein kleines bisschen besser zu machen.
Wir werden im Februar wieder in Kairo sein und hoffentlich schon die ersten Maßnahmen umsetzen können. Wir werden Ihnen weiter Bericht erstatten, um Sie auch unmittelbar die Dankbarkeit unser aller Schutzbefohlenen spüren zu lassen, denn ohne Ihre treue Unterstützung wäre die Hilfe nicht möglich.

Zum Schluss möchte ich Ihnen noch die Weihnachtsgrüsse von Sr. Maria überbringen Sie schreibt:

Ein herzlicher Weihnachtsgruß geht an Sie alle zur weihnachtlichen Zeit! Ich rufe um Thre Hilfe - um Thre Treue - die Sie mir seit vielen Jahren schon geholfen haben. Gott wird es TImen lohnen. Mit Threr Hilfe, wird auch die weihnachtliche Freude, in Thr eigenes Herz einkehren. Das wünscht TImen allen, in großer Dankbarkeit
Thre
Sr. Maria aus Kairo

Wir wünschen Ihnen allen viel Gesundheit, eine gesegnete Adventszeit und ein friedvolles Weihnachtsfest.
Alles erdenklich Gute für das Jahr 2007

Im Namen des Vorstandes des Hilfsfonds Schwester Maria:

Sabine Runkel-Hehn, Pfr. LR. Ferdinand Christ, Dr. Stephan Unkrig